Gemeinde Mark Landin Die Gemeinde liegt in der Mitte des Amtes Oder-Welse und wurde im Rahmen der Gemeinde-gebietsreform im Jahr 2000 aus den ehemalig selbständigen Gemeinden Grünow, Landin und Schönermark gebildet. Im Norden grenzt Mark Landin an die Gemeinde Passow und an das Amtsgebiet des Amtes Gramzow. Iim Osten an die Stadt Schwedt sowie die Gemeinde Berkholz-Meyenburg, im Süden an die Gemeinde Schöneberg, im Südwesten an die Gemeinde Pinnow und im Westen grenzt Mark Landin an die Stadt Angermünde. Die Ortsteile innerhalb der Gemeinde haben ihren dörflichen Charakter bewahrt. Alle Ortsteile verfügen über denkmalgeschützte Kirchen. Die Gemeinde bietet außerdem gute Möglichkeiten für Freizeit und Erholung. Grünow Die Geschichte des Dorfes Vor 1354 war Grünow brandenburgisch, von 1354 bis 1472 stand es unter pommerscher Landesherrschaft. Im Jahre 1578 gab es 14 Bauern und 11 Kossäten; 1624 gab es 12 Bauern und neun Kossäten. 1840 gab es in Dorf und Rittergut 26 Wohnhäsuer; 1931 40 Wohnhäuser. 1939 gab es zwei land- und fortswirtschaftliche Betriebe mit mehr als 100 ha, vier Betriebe mit 20-100 ha, sechs Betriebe mit 10-20 ha und zwei Betrieb mit 0,5-5 ha. 1954 wurde eine LPG Typ III gegründet, diese zählte 37 Mitglieder und 386 ha landwirtschaftliche Nutzfläche.
Die Kirche von Grünow
Der Altar aus Granitsteinen dürfte ursprünglich sein und mit der Reliquiennische stammt er aus der vorreformatorischen Zeit. Die Altarleuchter stammen aus dem Jahre 1690. Der ursprünglich Seiteneingang ist vermauert, der Zugang erfolgt heute durch ein vorgebautes Backsteinportal an der Westseite. Durch einen Blitzeinschlag brannte die Kirche im Jahre 1675 nieder, erst 1699 war der Neubau abgeschlossen, der Turm konnte jedoch erst 1738 fertiggestellt werden. Heute noch besitzt die Kirche zwei Bronzeglocken. Beide Glocken wurden im Jahre 1915 vom Glockengießer Roloff Klassen gegosse. Die größere Glocke (96 cm) hat eine lateinische Inschrift (übersetzt: Oh herrlicher König Jesus Christus komme zu uns mit Frieden), die andere Glocke hat einen Durchmesser von 86 cm. Die Feldsteinbauten entstanden in Schalenbauweise, zunächst wurde aus möglichst gleichmäßig behauenen Steinen die Außenwand erstellt, in die dann eine weitere Schale eingezogen wurde. Der Zwischenraum wurde mit Kalkbeton und kleineren Zuschlagssteinen gefüllt. Die Errichtung erfolgte vermutlich im 13. Jahrhundert durch die Bauhütte einer Mönchsgemeinde. Landin Die Geschichte des Dorfes Betrachtet man die Siedlungsform beider Gemeindeteile, so waren Hohen- und Niederlandin deformierte Angerdörfer, Hohenlandin mit einem Gemeindebezirk, einer Kirche, einer Ziegelei und einem Gutsbezirk mit dem Vorwerk Augustenhof (Errichtung 1826). Beide Bezirke wurden im Jahre 1931 vereinigt. Niederlandin hatte ebenfalls einen Gemeindebezirk, zu dem später ein Bahnhof gehörte und ein Gutsbezirk mit Ziegelei und Försterei Julienwalde. Die Vereinigung erfolgte hier bereits im Jahre 1934. Im Jahre 1974 wurden beide Orte zur Gemeinde Landin vereinigt. Hohenlandin 1527 verfügte das Dorf über 58 Hufen. 1578 gab es 16 Bauern, 9 Kossäten, einen Schmied, einen Hirte und zwei Schäfer¸1734 7 Bauern, 6 Kossäten, 12 Häuslinge, einen Fischer, einen Schmied, zwei Leineweber, einen Schäfer, drei Hirten, 26 Knechte und 13 Mägde. 1840 verfügte Dorf und Rittergut über 23 Wohnhäuser. 1860 hat das Dorf 4 öffentliche, 20 Wohn- und 28 Wirtschaftsgebäude; das Gut eine Ziegelei, 3 Wohn- und 28 Wirtschaftsgebäude, darunter Brennerei, Dampfgetreidemühle und Ziegelei. 1939 gab es einen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb mit 0-1 ha, 20 Betriebe mit 1-5 ha und 87 mit 10-15 ha. 1952 wurde eine LPG Typ I mit 5 Mitgliedern und 25 ha landwirtschaftlicherNutzfläche gegründet, die 1957 in Typ III umgewandelt wurde. 1974 fand der Zusammenschluss mit der LPG Niederlandin zur neuen LPG Landin statt.
Das als Ruine auffallende Schloss wurde 1860/81 unter Ferdinand Neubart erricht. Es ist ein großzügig angelegter Putzbau, der malerisch wirkt. Architektonisch zeigt es den normannischen Stil. In den dreißiger Jahren war das Gebäude noch völlig intakt.
In Hohenlandin haben die Besitzer von Gut und Schloss oft gewechselt, beispielsweise 1486 - 1671 Fam. von Wichmannsdorf, 1671 - 1775 v. Stephani, 1775 - 1788 v. Beer, 1788 - 1798 Frau v. Zastrow (geb. Beer). Im Jahre 1798 erwarb ein Rittmeister von Warburg für 80.000 Taler das Gut und Schloss Hohenlandin. 1866 kaufte Familie Müller (später Müllersche Erben) den Besitz, die Familie blieb bis 1945 hier ansässig. Entwicklung der Bevölkerung: Die Kirche von Hohenlandin
Im Innern sind geraden Decken aus Holz. Chor und Schiff sind durch einen spitzen Triumphbogen getrennt. Einst war auch in der Kirche ein spätgotischer Flügelschrein vorhanden, mit den Hauptfiguren Maria und dem Jesuskind und dem heiligen Jacobus. Die Höhe der Figuren beträgt 98 Zentimeter. Jetzt ist eine moderne Innenausstattung vorhanden. Niederlandin 1619 kaufte Hans von Sydow zu Schönfeldt das Gut und 1652 bekam Hans von Diringshofen die Niederlandinischen Güter, zu den auch Stendell, Welsow, Mürow, Passow und Pinnow gehörten. Im Jahre 1828 besaß es dann Major von Schmeling Diringshofen. Obwohl einige Güter im Laufe der Zeit verloren gingen, war Niederlandin bis 1926 im Besitz der Familie. Nach dem 1. Weltkrieg musste der letzte Besitzer, v. Schmeling-Diringshofen, bedingt durch die schwierigen Wirtschaftsverhältnisse das Gut aufgeben und an die Klosterkammer verkaufen. Die Bewirtschaftung erfolgte bis 1945 durch den damaligen Pächter Teßler. Die Bürger aus Niederlandin mussten in den letzten Apriltagen 1945 ihr Dorf verlassen. Im Zuge der Bodenreform wurden 946 ha des Klostergutes enteignet. Das Herrenhaus (oft bezeichnet als mittelalterliche Burg oder Renaissanceschloss) brannte nach dem Krieg ab. Nur ein Treppenturm aus Backstein mit runder Kuppe) steht als Zeichen der Geschichte und soll als Treppenaufgang zu einem nicht mehr vorhandenen Schlossflügel gedient haben. Innen war eine Wendeltreppe aus und der Abschluss zeigt Reste von Zinnen und ein halbkreisförmiges Kuppelgewölbe. Zum Gut Niederlandin gehörten ebenfalls eine Mühle mit einer Bäckerei und eine Schnapsbrennerei. Ein bewegendes Ereignis war die Instandsetzung der Kirchenglocken. Sie waren im Krieg beschädigt worden. Auf Anregung des Bäckermeisters und Kirchenältesten G. Bethge leistete jede Familie einen Beitrag zu den Reparaturkosten und als die Glocken zurück kamen, wurde das Fuhrwerk von allen Einwohnern vom Bahnhof bis zur Kirche begleitet. Die Kirche von Niederlandin
Die Kirche hat einen sehr gut erhaltenen vorreformatorischen Schnitzaltar. Darin ist die Mutter Maria mit dem Jesuskind als Himmelskönigin die Zentralfigur, sie wird von Engeln und vier bekrönten Heiligen umgeben, in den Seitenflügeln sind die 12 Apostel dargestellt. Die Kanzel ist ein Renaissancewerk, die Taufe ist aus Holz gefertigt und die Orgel mit den Trompetenengeln stammt aus der Barockzeit. Im Zuge der Sanierung der Kirche wurden bei der Abnahme der Turmspitze auch Reste der Turmbekrönung mit der Kugel geborgen. In der Turmkugel aus Kupfer waren Einschüssen aus dem zweiten Weltkrieg erkennbar, so dass auch die in der Kugel befindliche Kassette mit den historischen Dokumenten Einschussstellen aufwies und die Dokumente zerstört wurden. Die geborgenen Münzen wurden von einem Numismatiker behutsam gereinigt und man fand 1/12 Thaler 1764 D. Friedrich II., Silber oder 1/3 Thaler 1769 B Friedrich II, Silber oder 1 Friedrichsdor 1795 A Friedrich Wilhelm II., Gold. Sie wurden für die nachkommende Generation wieder am alten Ort aufbewahrt. Im Jahre 1991 erfolgte der der vollständige Wiederaufbau des historischen Fachwerkturms. Der Angermünder Kunstschmied hat die Turmbekrönung angefertigt und dabei die alte Turmkugel und Helmstande verwendet. Im Jahre 1995 wurde dann mit den Arbeiten im Bereich des Kirchenschiffes begonnen. Schönermark Die Geschichte des Dorfes Mit dem Aussterben der Markgrafen von Schwedt im Jahre 1789 fiel die Herrschaft an das preußische Königshaus zurück. Schönermark wurde eine königliche Domäne. Die Kirche von Schönermark
Der Fachwerkturm, wie wir ihn heut vorfinden, ist 1837 aufgesetzt worden, weil der Vorgänger im November 1836 einem Orkan zum Opfer fiel. 1965 wurde der Turm restauriert, er beherbergt noch zwei Bronzeglocken. Die älteste stammt aus dem Jahre 1513, die zweite wurde vor Ort im Jahre 1553 gegossen und die dritte musste im 2.Weltkrieg abgegeben werden. An der Südostecke befindet sich ein Quader mit Schachbrettmusterung, es wird angenommen, dass es sich dabei um ein Zunftzeichen der Bauhütte oder um ein Hauszeichen der Markgrafen (Askanier) handelt. Zur Inneneinrichtung gehört ein prächtiger barocker Kanzelaltar aus dem 17. Jahrhundert aus Holz mit bauchigem Korb zwischen zwei korinthischen Säulen und geschnitzten Wangen. Der Schalldeckel trägt den preußischen Adler, wie auch am Kanzelkorb die Initialen FWR (Friedrich Wilhelm Rex) zeigen, dass der König lange Zeit Patronatherr der Gemeinde war. Durch die Innenerneuerung der Kirche im Jahre 1979 wurden eine Reihe von Weihkreuzen freigelegt. Sie stammen vermutlich noch aus dem 13. Jahrhundert. Der Innenraum ist geprägt durch Bleiglasfenster, die von der Kunstglaserin Dorothee Fichtmüller entworfen und gestaltet wurden. Im Mai des Jahres 1827 beschloss der Kirchenvorstand von Schönermark den Bau eines neuen Schulhauses. Ein großes Zimmer mit Abstellkammer und eine Lehrerwohnung sollten darin Platz haben. Ein Jahr später war der Bau für 1723 Thaler fertiggestellt. Als Schulhaus hatte dieses traditionsreiche Haus im Jahre 1953 ausgedient und es wurde zum Wohnhaus umgestaltet. Im Zuge der 700-Jahrfeier wurde das Heimathaus restauriert und am 04.07.1987 wurde das kleine Museum eröffnet. Seit dem ist die Ausstellung zu besichtigen und wird gleichzeitig erweitert und umgestaltet.
Dicht neben dem Wappen findet sich eine im Staatsarchiv gefertigte Kopie der Ersterwähnungsurkunde von Schönermark aus dem Jahre 1287. Im Namen des Markgrafen wurde diese Urkunde am 15.07.1287 durch die Hofschreiber Alward und Bernard in Angermünde ausgefertigt. Darin schenken die Markgrafen Konrad und Otto aus dem Hause Askanier dem Kloster Chorin das Besitzrecht an 13 im Dorfe Schönermark gelegenen Hufe.
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