Gemeinde Schöneberg Die Gemeinde Schöneberg liegt im Süden des Amtes Oder-Welse und wird gebildet aus den Ortsteilen Felchow, Flemsdorf und Schöneberg. Die Gemeinde Schöneberg ist im Rahmen der Gemeindegebietsreform aus den ehemalig selbständigen Gemeinden entstanden. Felchow Die Geschichte des Dorfes
1527 verfügt das Dorf über 52 Hufen. Im Jahre 1608 werden 2 Rittersitze erwähnt (von Stlotz und von Wichmannsdorf), 15 Bauern und 16 Kossäten. 1680 sind von den 15 Bauernhöfen vier und von den 16 Kossätenhöfen 9 wüst. Im Jahre 1860 gibt es im Dorf zwei öffentliche, 18 Wohn- und 26 Wirtschaftsgebäude, u.a. eine holländische Getreidemühle. Zum Gut gehören in diesem Jahr 21 Wohn- und neun Wirtschaftsgebäude, darunter eine Ziegelei. 1900 werden 38 Häuser gezählt; 1930 37 Wohnhäuser. Acht Jahre später - 1939 - gibt es in Felchow einen land- und fortswirtschaftlichen Betrieb mit mehr als 100 ha, sechs Betriebe mit 20-100 ha, zwei Betriebe mit 10-20 ha und sechs Betriebe mit 0,5-5 ha. 1953 (nach der Bodenreform) wurde eine LPG Typ III gegründet, die 1957 18 Mitglieder und 328 ha landwirtschaftliche Nutzfläche aufwies. 1978 wurde die LPG Tierproduktion gegründet. Entwicklung der Bevölkerung: Die Kirche in Felchow Flemsdorf Die Geschichte des Dorfes Entwicklung der Bevölkerung: Die Kirche in Flemsdorf
Schöneberg Die Geschichte des Dorfes 1939 verfügt das Dorf über einen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb mit mehr als 100 ha; 1952 wird eine LPG Typ I gegründet, die 1955 in Typ III umgewandelt wird. 1972 findet der Zusammenschluss mit LPG in Stützkow statt. 1971 wird der Ortsteil Stützkow in die Gemeinde Schöneberg eingegliedert. Entwicklung der Bevölkerung: Die Kirche in Schöneberg Gemeindeteil Stützkow Der Besitzer von Stützkow hieß seit 1415 „v. Suringk“. Sein Gut fiel nach seinem Tod am 25.02.1473 wieder an den Landsherrn zurück. Im 15. Jahrhundert verkaufte der Kurfürst den Ort für 200 Rheinische Gulden an Hans von Buch, bis zum 16. Jahrhundert verblieb Stützkow im Besitze der Familie von Buch. 1945 kam es zur Bodenreform. Die darauf folgende moderne Landwirtschaft, brachte den Bauern in Stützkow bessere Lebensbedingungen. Im Jahre 1953 versuchte man das erste Mal einen LPG Typ I zu gründen. (Erläuterung zu LPG Typ I: Es wurde nur das Ackerland, eigenes und gepachtetes, zur Nutzung eingebracht. Die übrigen Flächen und die anderen Produktionsmittel blieben Eigentum der Bauern und konnten individuell genutzt werden. Die Mitgliederversammlung konnte auch beschließen, dass Grünland, Dauerkulturen und Wald in die LPG eingebracht werden konnten.) Ca. 1900, als noch keine Brücke existierte, überquerte man, um in das Poldergebiet zu gelangen, den Kanal mit einer Fähre. Etliche Jahre später wurde eine Brücke gebaut und die Fähre außer Betrieb gesetzt. Während des 2. Weltkrieges wurde die Brücke so zerstört, dass sie nur noch wenig Lasten standhalten konnte. Am 12. August 1969 gab es die Wasserrechtliche Zustimmung für eine neue Fährstelle bei Stützkow, diese war nur für die LPG gedacht. 1971 wurde Stützkow in die Gemeinde Schöneberg eingegliedert. Der Fährbetrieb wurde am 24. Juni 1976 an das Wasserstraßenamt Eberswalde übergeben. Im Jahre 2000 wurde mit dem Wiederaufbau der Brücke begonnen, die Übergabe zur Nutzung erfolgte am 22. Juni 2001. Während der Jahre 1987 bis 1989 wurde das Mehrzweckgebäude hergestellt und wird für Veranstaltungen, Feiern und Sitzungen genutzt. Die Kirche von Stützkow Die Kirche war ein kleiner Fachwerkbau mit verputzten Fächern in Saalform. Da der Altar aus Platzmangel auf der Westseite stand, sagte man, die Kirche wäre verkehrt orientiert. Die Fenster waren relativ groß mit Rundbögen und kräftigen Profilen. Am Ostende befand sich ein Fachwerkturm, mit einer zierlich geschweiften doppelten Haube. An der Spitze existierte eine Kugel aus Kupferblech, die gewöhnlich eine Urkunde über Gönner, Bauleute, Dorfbeamte und einige Münzen enthielt. Auf dieser Kugel sah man eine kleine ausgezackte Wetterfahne mit der Jahreszahl 1748, dem Erbauungsjahr der Kirche. Die Kapelle wurde innen mit Ziegelsteinen gepflastert. Bis zum Jahre 1948 hatte die Kirche einen Kanzelaltar, bei der Renovierung im Jahre 1948 wurde der Kanzelaltar abgetragen, die Kanzel links aufgestellt, der Altarblock neu verputzt und mit einem großen Kreuz aus Holz versehen. Im Osten war die Orgelempore mit der Orgel. Die Kirche war Filiale von Crussow und unter dem Patronat der dortigen Gutsherrschaft. Die Kirche besaß früher zwei Glocken, die größere kam nach Südwestafrika zu einer Missionsstation (vor 1907) und die kleinere (aus dem 15. Jahrhundert – Durchmesser 39 cm) trug die Inschrift „ave maria gratia plena“ (Gegrüßt seiest du, Maria, voller Gnade!) und kam um 1907 in das Uckermärkische Museum in Prenzlau. Hier befindet sie sich auch noch heute. Am 17. März 1907 bekam Stützkow vom Evanglischen Oberkirchenrat zwei neue Bronzeglocken zur Erinnerung an das Jahr 1806/07 geschenkt. Die große Glocke wurde 1906 von Franz Schilling gegossen und der Durchmesser war 66 cm, mit Verzierungen am langen Feld ein Eisernes Kreuz von 1813/14 mit den Worten „Gott mit uns“ und „Uns groß Franz Schilling zu Apolda / aus preuß. Geschützbronze / geschenkt vom ev. Oberkirchrat / in 100. Gedenkjahr an Stützkower Treue“. Die kleine Glocke ebenfalls von Franz Schilling gegossen mit einem Durchmesser von 54 cm wurde 1917 für den ersten Weltkrieg wieder abgeliefert. Im Jahre 1945 wurde die Kirche durch das Kriegsgeschehen stark beschädigt, das Dach war von Kugeln durchlöchert, an der Turmwand klaffte ein großes Loch, die Orgel und die Turmuhr waren fast völlig zerstört. Ab dem Jahre 1948 wurde dann mit der Ausbesserung der Kirche begonnen, trotz allen Bemühungen musste die Kirche aufgrund der erheblichen Bauschäden 1981 komplett gesperrt werden. Im Jahre 1986 wurde die Kirche dann vollständig abgerissen. |
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