Projekte

Brand- und Katastrophenschutz

Das Projekt “Brand- und Katastrophenschutz” wird durch die Europäische Union aus Mitteln des Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert

Ein Schwerpunkt der Kooperationsprogramms Interreg VA ist die Zusammenarbeit im Bereich Brand- und Katastrophenschutz. Das zentrale Projektziel ist die Festigung und die Erweiterung der Zusammenarbeit der Feuerwehren zur Katastrophenabwehr in den Gebieten der Landkreise Uckermark, Gryfino und Wałcz. Dadurch soll eine besser koordinierte und grenzüberschreitende Reaktion auf Katastrophenfälle erreicht werden. Mit dem Projekt „Brand- und Katastrophenschutz“ werden zusätzliche Schritte unternommen die Katastrophenabwehr weiter zu erschließen um im Bedarfsfall über eine schlagkräftige Ausrüstung zur Schadensbekämpfung zu verfügen und um Katastrophen zu verhindern bzw. sie wirkungsvoll zu bekämpfen. Mit dem Projekt wird der Beitrag zur Stärkung der Region und zum Schutz der Bevölkerung geleistet. Das Projekt „Brand- und Katastrophenschutz“ soll Voraussetzungen schaffen, die das Leben in der Grenzregion sicherer machen und die Einsatzfähigkeit zur Gefahrenabwehr und Beseitigung von Schäden gewährleisten. Durch den Bau und den Betrieb des Brandhauses sollen Voraussetzungen geschaffen werden, die dazu geeignet sind, die gemeinsame Ausbildung der Einsatzkräfte aller am Projekt beteiligten Partner, zu ermöglichen. Durch die geplanten gemeinsamen Übungen zur Katastrophenabwehr und durch die Schulungen im Brandhaus lernen sich die Einsatzkräfte kennen und erhöhen Ihren Ausbildungsstand, um im Einsatzfall eine professionelle Katastrophenabwehr leisten zu können.

Informationen zu dem Projekt: „Brand- und Katastrophenschutz“:

  • Unterzeichnung der Partnerschaftsvereinbarung am 10.10.2017
  • Leadpartner: Amt Oder-Welse • Projektpartner: Amt Oder-Welse für Gemeinde Pinnow, Stadt Angermünde, Gemeinde Chojna, Gemeinde Nowogródek Pomorski, Gemeinde Tuczno
  • Projekt beantragt am 17.10.2017 • Entscheidung des Begleitausschusses zur Förderung des Projektes während der Sitzung am 20-21.02.2018
  • Fördervertrag unterschrieben am 21.01.2019
  • Durchführungszeitraum bis zum 31.12.2021
  • Gesamtbudget ca. 2.735.259,63 € – Fördersatz 85%
  • Aktivitäten im Rahmen des Projektes:

Anschaffung der Rettungsgeräte

  • AOW: Hochwasserboot, Hochdruckreiniger, Löschgruppenfahrzeug für den Katastrophenschutz, Schlauchboot RTB 1
  • AOW für Gemeinde Pinnow: Brandhaus
  • Banie: Rettungsboot
  • Chojna: 2 Feuerwehrauto mit Zubehör
  • Nowogródek Pomorski: Rettungsboot , Spezielle Rettungsausrüstung Hochwasserschutz
  • Tuczno: Rettungsboot, Rettungsauto für Einsätze, Spezialausrüstung
  • Schulungen im Brandhaus
  • Grenzüberschreitende Übungen zur Katastrophenabwehr
  • Angermünde. Thema: Eisenbahnunfall Januar- Februar 2020
  • Banie. Thema: Unfall am Wasser und Brand des Röhrichts/ Juli –Oktober 2020
  • Amt Oder-Welse. Thema: Bekämpfung von Großflächenbrand/ August –Oktober 2020
  • Nowogródek Pomorski. Thema: Wasserrettung auf Karskie See/ September-Dezember 2020
  • Chojna. Thema: Autounfall mit mehreren Autos und Brand im Lager, wo sich Obdachlose befinden/ September-November 2020
  • Tuczno. Thema: Unfall der Angler auf dem Wasser/Oktober 2020
  • Erarbeitung der Einsatzpläne für die gemeinsame Nutzung der Ausrüstung im Brand- und Katastrophenfall

Grenzüberschreitender Brand- und Katastrophenschutz gestartet

Interreg VA am Start: Das Amt Oder-Welse als Leadpartner des Kooperationsprojektes begrüßt Vertreter der Partnergemeinden aus den Landkreisen Uckermark, Gryfino, Myślibórz und Wałcz

Die Zusammenarbeit der deutschen und polnischen Feuerwehren soll intensiver werden. Dadurch wird eine besser koordinierte und grenzüberschreitende Reaktion auf Katastrophenfälle erreicht. Möglich wird das durch das Kooperationsprogramm Interreg VA. Interreg, oder wie es offiziell heißt, die “europäische territoriale Zusammenarbeit”, ist Teil der Struktur- und Investitionspolitik der Europäischen Union. Seit mehr als 20 Jahren werden damit grenzüberschreitende Kooperationen zwischen Regionen und Städten unterstützt, die das tägliche Leben betreffen, wie in diesem Fall den Brand- und Katastrophenschutz. Neben der Zusammenarbeit der Feuerwehren sollen mit Mitteln aus diesem Programm auch die Ausrüstungen verbessert werden. Bereits 2017 fanden sich die Projektpartner, das Amt Oder-Welse für die Gemeinde Pinnow, die Stadt Angermünde, die Gemeinden Chojna, Nowogródek Pomorski und Tuczno zusammen. Die geförderte Kooperation ist als Projekt zunächst bis Ende 2021 geplant und hat ein Gesamtbudget von 2,7 Millionen Euro. Konkrete geplante Aktivitäten sind die Anschaffung von zusätzlicher Ausrüstung für den Hochwasserschutz, wie etwa Rettungsboote, weitere Löschfahrzeuge für den Katastrophenfall und ein sogenanntes Brandhaus für das Training von Feuerwehrleuten mit einem Brandübungscontainer und der Möglichkeit für praxisnahe Schulungen. Der Stadtbrandmeister der Feuerwehr Angermünde, Jürgen Duckert, sieht darin erhebliche Vorteile. Diese Übungen kämen der Innenbrandbekämpfung unter realistischen Bedingungen sehr nahe, was besonders für noch unerfahrene Atemschutzgeräteträger sehr sinnvoll sei. Eine zentrale Ausbildung im Brandschutzcontainer in Pinnow verkürze auch die Wege zu den bisherigen Ausbildungsorten. Andrzey Bedzak, der Gemeindekommandant der Feuerwehr Chojna, hält eine gute Zusammenarbeit der Feuerwehren wegen der Grenznähe für sehr wichtig, da es oft zu grenzüberschreitenden Einsätzen komme. Seit 10 Jahren gibt es diese Zusammenarbeit, die Feuerwehrleute treffen sich häufig, um gemeinsame Übungen und Schulungen durchzuführen und auch mal Wettkämpfe auszutragen. Piotr Bartoszuk, der Vorsitzender der Feuerwehr Tuczno, freut sich auf die Zusammenarbeit mit allen Partnergemeinden bei den geplanten Übungen und der Ausbildung im Brandhaus. Tuczno bekommt ein neues Rettungsfahrzeug und ein Rettungsboot. Damit wird eine bessere und schnellere Hilfe für die Bürger möglich. Tuczno hat zur Zeit kein zeitgemässes Löschfahrzeug. Für das kommende Jahr sind mehrere grenzüberschreitende Übungen zur Katastrophenabwehr geplant, wie etwa ein Eisenbahnunglück in Angermünde, ein Unfall am Wasser, Uferbrand in Banie, ein Großflächenbrand im Amt Oder-Welse, eine Wasserrettung in Nowogródek Pomorski, ein Autounfall, ein Lagerbrand in Chojna und ein Anglerunfall in Tuczno. Innerhalb der Kooperation werden Einsatzpläne für die gemeinsame Nutzung der Ausrüstungen erarbeitet. Das Projekt „Brand- und Katastrophenschutz“ wird durch die Europäische Union aus Mitteln des Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert

Informationen über das Projekt: „Brand- und Katastrophenschutz“

Stand der Beschaffung                                                 

Löschfahrzeug: die Ausschreibung des LF 20 KatS ist beendet. Die Unterlagen befinden sich derzeit in Prüfung. Die Lieferung soll laut Ausschreibung bis zum 15.12.2020 erfolgen.

Boote & Hochdruckreiniger: es liegen aktuelle Angebote vor, die Beauftragung ist für Januar 2021 geplant.

Brandsimulationsanlage: der Zuschlag für die Lieferung der Brandsimulationsanlage ist erteilt. Die Anlage befindet sich derzeit bei der Firma Dräger in Produktion. Die Lieferung ist für März 2021 avisiert.

Neue Termine für die grenzüberschreitenden Übungen

Die gemeinsamen Übungen und  Schulungen mussten wegen der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus insbesondere durch Einschränkungen der persönlichen Kontakte und der vorübergehenden Schließungen der Grenzen zum Nachbarland verschoben werden:

PartnerThema der ÜbungTermin
AngermündeEisenbahnunfallMärz 2021
Chojna  Autounfall mit mehreren Autos und Brand im Lager, in dem sich Obdachlose befindenMai 2021
TucznoAnglerunfall auf dem WasserJuni/Juli 2021
Amt Oder-WelseBekämpfung eines GroßflächenbrandesAugust/Oktober 2021
BanieUnfall am Wasser und Brand des RöhrichtsSeptember 2021
Nowogródek PomorskiWasserrettung auf dem SeeSeptember/Oktober 2021

Brandsimulationsanlage – Bearbeitungsstand

12.10.2020 öffentliche Ausschreibung:

  • Bauhauptleistung inkl. Abbruch und Entkernung
  • Stahlbau und  Metallbauarbeiten

27.10.2020 Submissionstermine

11.11.2020 Auftragsvergabe an den wirtschaftlichsten Bieter

März 2021- voraussichtliche Fertigstellung der Außenanlage

Ortswehr Landin erhält neues Löschfahrzeug

Landin, 15.12.2020: Die Landiner Feuerwehr darf sich über ein neues Löschfahrzeug freuen

Die Landiner Ortswehr kann sich seit Dezember über ein neues Löschfahrzeug freuen. Es handelt sich um ein LF 20 KatS, ein Löschgruppenfahrzeug vom Typ Katastrophenschutz, welches sich mit den vom Bund einheitlich beschafften Löschfahrzeugen im Bereich Katastrophenschutz gleicht. Das Fahrzeug auf einem Mercedes-Benz Fahrgestell ist ausgelegt für eine Besatzung von neun Personen (1 Gruppenführer mit einer Gruppe) und dient hauptsächlich der Brandbekämpfung, wofür ein 1.000 l Wassertank verbaut ist. Die 20 im Namen bezieht sich auf die 2.000 l Fördermenge, welche die vom Fahrzeugmotor angetriebene Feuerlöschkreiselpumpe leisten muss.

Der Lieferung vorausgegangen war eine EU-weite Ausschreibung, bei der die Firma Rosenbauer Deutschland GmbH aus Luckenwalde den Zuschlag erhielt. Finanziert wird die Anschaffung in Höhe von 323.500 Euro zu 68 Prozent aus dem Projekt „Brand- und Katastrophenschutz“ der Europäischen Union aus Mitteln des Fonds für Regionale Entwicklung. Das Amt Oder-Welse als Träger des Brandschutzes übernimmt den Eigenanteil von 32 Prozent. Das dafür ausgesonderte LF 8 der Ortswehr Landin verbleibt im Amtsbereich und soll eines der ältesten Löschfahrzeuge in einer anderen Ortswehr ersetzen.

Am 16. Dezember 2020 fand bei Rosenbauer in Luckenwalde unter Corona-Auflagen der Auslieferungstermin für das LF 20 KatS statt. Hier wurde das Fahrzeug nochmal auf Herz und Nieren geprüft, bevor es vom Maschinisten Harald Kreisel an seinen neuen Standort gelenkt wurde.

Frühkindliche Sprachvermittlung – Deutsch bzw. Polnisch als Fremdsprache

Das Projekt „Frühkindliche Sprachvermittlung. Deutsch bzw. Polnisch als Fremdsprache“ wird durch die Europäische Union aus Mitteln des Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.

Das Projekt soll Voraussetzungen schaffen, die Nachbarsprache zu lehren und die Kultur des Nachbarlandes nahe zu bringen. Ziel des Projektes ist der Ausbau und die Intensivierung der seit 10 Jahren bestehenden Netzwerke zwischen Kindergärten, Schulen und Gemeinden der Partner-Regionen. Freundschaften können nur bis zu einem bestimmten Level ausgebaut werden und stagnieren aufgrund kommunikativer Probleme. Die Kinder, Eltern und Erzieher haben den Bedarf, die Sprache des Nachbarlandes zu erlernen und die Arbeit und Freundschaften in den Netzwerken zu vertiefen. Für Spracherwerb und die Verbesserung der interkulturellen Kompetenz sind die Zusammenarbeit und die direkten Kontakte der Schüler und Lehrer die Voraussetzung. Ziel ist es, die sprachlichen und interkulturellen Kenntnisse und Fähigkeiten zu erwerben, die zum grenzüberschreitenden Zusammenleben und -arbeiten benötigt werden. Dank des Projekts wird der durchgängige Spracherwerb der jeweiligen Nachbarsprache ab der Kita, mit Hilfe der im Rahmen des Projektes entstandenen altersgerechten Materialsammlung mit regionalem Bezug für den Spracherwerb, gesichert. Das Projekt ist die Fortsetzung des Projektes „Polnisch-deutsches Jugend-, Bildungs- und Kommunikationszentrum im Amt Oder-Welse – Gemeinde Passow und Gemeinde Pinnow – und in den Gemeinden Chojna, Gryfino, Kołbaskowo, Stare Czarnowo und Wałcz“ und der Begegnungsprojekte, die aus dem Fonds für kleine Projekte gefördert werden. An dem Projekt nehmen Kinder aus 8 Kitas und Schüler (Klasse 1-8) aus 16 Schulen teil, insg.ca.1400 Teilnehmer.

Informationen zu dem Projekt: „Frühkindliche Sprachvermittlung. Deutsch bzw. Polnisch als Fremdsprache“:

  • Unterzeichnung der Partnerschaftsvereinbarung am 27.11.2017
  • Leadpartner: Amt Oder-Welse
  • Projektpartner: Gemeinde Nowogródek Pomorski, Gemeinde Gryfino, Gemeinde Dębno, Gemeinde Kołbaskowo
  • Projekt beantragt am 14.12.2017
  • Entscheidung des Begleitausschusses zur Förderung des Projektes während der Sitzung am 16-17.05.2018  
  • Fördervertrag unterschrieben am 07.02.2019
  • Durchführungszeitraum bis zum 28.02.2022
  • Gesamtbudget ca. 565.000 € – Fördersatz 85%

Aktivitäten im Rahmen des Projektes :

  • Sprachkurse mit Informationen über Kultur, Geschichte und Sitten der Nachbarn
  • Gemeinsame deutsch-polnische Begegnungen zur praktischer Anwendung der gelernten Sprache o Vorbereitung der altersgerechten Materialsammlung mit regionalem Bezug für den Spracherwerb in beiden Sprachen
  • Anschaffung der modernen Technik
  • Erfahrungsaustausche zu Evaluierung, Spezifik und Methoden der Sprachförderung

Kultur und Sprache fördern gegenseitiges Verstehen

Auftaktveranstaltung zum Projekt „Frühkindliche Sprachvermittlung, Deutsch bzw. Polnisch als Fremdsprache“

Interreg VA am Start: Das Amt Oder-Welse als Leadpartner des Kooperationsprojektes begrüßt Vertreter der Partnergemeinden aus Dębno, Kołbaskowo, Gryfino und Nowogródek Pomorski

Das Zusammenwachsen der Grenzregionen, der Aufbau des gemeinsamen Arbeitsmarktes sowie der wissenschaftliche und kulturelle Austausch werden im Rahmen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit vorangetrieben und das gelingt umso besser, wenn man das jeweilige Nachbarland mit seiner Kultur und Sprache kennt und versteht. Dieses Ziel hat das im März unterzeichnete Projekt „Frühkindliche Sprachvermittlung. Deutsch bzw. Polnisch als Fremdsprache“, das die vier polnische Gemeinden Dębno, Gryfino, Kołbaskowo, Nowogródek Pomorski und das Amt Oder-Welse als Lead-Partner bis März 2022 durchführen werden. Die seit 10 Jahren bestehenden Netzwerke zwischen Kindergärten, Schulen und Gemeinden der Partnerregionen sollen noch intensiver ausgebaut und vertieft werden. Für die Kinder aus 8 Kitas und Schüler aus 16 Schulen, das heißt für insgesamt etwa 1400 Teilnehmer, werden Bedingungen geschaffen, neben der Sprache des Nachbarlandes auch seine Kultur, Vielfalt der Traditionen und das Alltagsleben kennen zu lernen. Zu diesem Zweck soll in kooperativer Zusammenarbeit mit allen Partnern eine altersgerechte Materialsammlung mit regionalem Bezug zusammengestellt werden. Um freundschaftliche Kontakte aufzubauen und weiterzuentwickeln sowie Erfahrungen im Bereich der Fremdsprachenvermittlung auszutauschen, hat sich jeder Projektpartner bereit erklärt, eine thematische Begegnung zu veranstalten, in der erworbene Sprachkenntnisse praktisch und in spielerischer Form erprobt werden. Die Auftaktveranstaltung zu dem lang erwarteten Projekt fand am 4. April 2019 im Amt Oder-Welse statt. Dabei wurden die Rahmenbedingungen und Ziele des gemeinsamen Unternehmens präsentiert. Auch die Partner aus den Gemeinden Kołbaskowo und Gryfino haben sich zu dem Projekt geäußert: „Wegen ihrer geographischen Lage realisiert die Gemeinde Kołbaskowo die Politik der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, deren Voraussetzung eine gute gegenseitige Kenntnis der Partner ist. Der Schlüssel für diese Politik ist nicht nur die Überwindung der Sprachbarrieren, sondern auch das Kennenlernen der Traditionen des Nachbarlandes. Das Projekt Frühkindliche Sprachvermittlung. Deutsch bzw. Polnisch als Fremdsprache bietet eine Antwort auf diese Bedürfnisse. Während der Laufzeit des Projekts haben zwei Klassen der Grundschule Przecław mehr Deutschunterricht. Darüber hinaus möchten wir, dass die im Rahmen des Projekts zusammengestellte Materialsammlung mit regionalem Bezug in allen Bildungseinrichtungen der Gemeinde eingesetzt wird“ so Aneta Wierzbicka-Kurpiel aus der Gemeinde Kołbaskowo. „Mit dem Projekt Frühkindliche Sprachvermittlung. Deutsch bzw. Polnisch als Fremdsprache werden zusätzliche Möglichkeiten geschaffen, die Sprache des Nachbarlandes und dessen Kultur kennenzulernen. Am Projekt werden Kinder aus Kindergärten und Schulen teilnehmen, deren Träger die Gemeinde Gryfino ist. Als unser Ziel sehen wir die Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen allen Projektpartnern und zwischen den am Vorhaben teilnehmenden Kindergärten und Schulen. Erneut ist das Amt Oder-Welse der Leadpartner bei dem gemeinsam umgesetzten Projekt. Erfahrung, Kompetenzen und die Zusammenarbeit, welche die Mitarbeiter des Amtes mitbringen, werden das Gelingen des gemeinsamen Unternehmens garantieren“ lobt Magdalena Januszewska aus der Gemeinde Gryfino.

Das dritte Koordinatorentreffen im Projekt „Frühkindliche Sprachvermittlung. Deutsch bzw. Polnisch als Fremdsprache“ wegen Coronavirus verschoben


Von großer Bedeutung für den erfolgreichen Ablauf des Projektes „Frühkindliche Sprachvermittlung. Deutsch bzw. Polnisch als Fremdsprache“, das vom Amt Oder-Welse als Lead-Partner in Kooperation mit vier polnischen Gemeinden (Gemeinde Gryfino, Gemeinde Kołbaskowo, Gemeinde Dębno und Gemeinde Nowogródek Pomorski) umgesetzt wird, sind der gemeinsame Erfahrungsaustausch und die Erarbeitung von Handlungsstrategien, die in der alltäglichen Praxis des Fremdsprachenlernens Anwendung finden können. Dieses Ziel verfolgte auch das zweite Treffen der Koordinatoren und Lehrkräfte aus den am Projekt beteiligten Gemeinden, das im Februar 2020 im Amt Oder-Welse stattfand. Zu dem Treffen wurde auch die Vertreterin des externen Dienstleisters, Frau Dr. Dorota Orsson von der Universität Szczecin, eingeladen, die für die Zustellung der altersgerechten Materialsammlung mit regionalem Bezug zuständig sein soll. Präsentiert wurde der voraussichtliche Ablauf der didaktischen Workshops zur Vorbereitung der geplanten Materialsammlung, an denen sich die Lehrer/innen und Erzieher/innen von jedem Projektpartner beteiligen werden. In der darauffolgenden Evaluation fand der persönliche Meinungsaustausch in Bezug auf die Spezifik und die Methoden des frühkindlichen Fremdsprachenlernens statt. Dabei wurde besonders hervorgehoben, wie wichtig die Vermittlung von interkulturellen Inhalten und die Entwicklung des interkulturellen Bewusstseins im Prozess der Förderung der fremdsprachlichen Kompetenzen ist. Zu dem dritten Koordinatorentreffen sollten die Vertreter/innen aller Projektpartner Anfang Juni in Nowogródek Pomorski zusammenkommen. Wegen des Coronavirus, das die Durchführung der geplanten Sprachangebote in deutschen und polnischen Schulen sowie in polnischen Kitas unmöglich machte, muss im kommenden Schuljahr ein neuer Termin gefunden werden, zu dem alle Teilnehmer/innen ihre bewährten Methoden im Bereich des frühen Fremdsprachenlernens sowie neue Ideen und Anregungen zur Sprache bringen können.

Projekt „Frühkindliche Sprachvermittlung. Deutsch bzw. Polnisch als Fremdsprache“


Es ist schon über ein Jahr her, als im Amt Oder-Welse das Projekt „Frühkindliche Sprachvermittlung. Deutsch bzw. Polnisch als Fremdsprache“ gestartet wurde. Das deutsch-polnischen Projekt wird über das Programm Interreg Va geförderter und mit den 5 beteiligten Partnern, Amt Oder-Welse als Lead-Partner, Gemeinde Gryfino, Gemeinde Kołbaskowo, Gemeinde Dębno und Gemeinde Nowogródek Pomorski umgesetzt. Ziel des Projektes ist es, die Kinder für die Sprache des Nachbarlandes zu sensibilisieren und ihnen Gelegenheiten zu schaffen, sich mit der kulturellen und alltäglichen Vielfalt in beiden Ländern auseinanderzusetzen. Seit September 2019 haben die Kinder in den Kindertageseinrichtungen und den Grundschulen in Pinnow und Passow die Möglichkeit, im Rahmen des oben genannten Projektes an Polnisch-Angeboten teilzunehmen. Die Angebote in der Kita finden vormittags und in den Schulen nach dem Unterricht in Form einer Polnisch-AG statt. Kein Wunder also, dass der Morgenkreis oder ausgewählte pädagogische Angebote vor allem in älteren Kita-Gruppen in beiden Sprachen stattfinden. Auch die Fragen, wie etwas auf Polnisch heißt – um dann in sprachlichen Experimenten polnische und deutsche Wörter miteinander zu vergleichen – sind inzwischen zur Routine geworden. Und wer sich in der Schule für die Polnisch-AG entschieden hat weiß, dass die polnische Aussprache manchmal für Probleme sorgt, aber „Hab´ Geduld, alle Dinge sind schwierig, bevor sie leicht werden“ (französisches Sprichwort). Neben den Sprachangeboten sollen von allen Projektpartnern in regelmäßigen Zeitabständen thematische Kinderbegegnungen veranstaltet werden, bei denen die Kinder aus den beiden Ländern ihre erworbenen Sprachkenntnisse und Kommunikationsstrategien praktisch und in spielerischer Form einsetzen können. Hätte das Coronavirus die Pläne nicht durchkreuzt, hätten in der Grundschule in Przecław (Gemeinde Kołbaskowo) und im Amt Oder-Welse zwei Kinderbegegnungen stattgefunden. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben! Hoffentlich Treffen im neuen Schuljahr möglich, um mit viel Freude und Spaß in das Abenteuer Fremdsprache einzutauchen.

Grenzübergreifende Kooperation im INT128-Projekt

Frühkindliche Sprachvermittlung. Deutsch bzw. Polnisch als Fremdsprache

Ziel des Projektes ist der Ausbau und die Intensivierung der seit 10 Jahren bestehenden Netzwerke zwischen Kindergärten, Schulen und Gemeinden der Partner-Regionen.
Die Basis für die soziale Integration in der Grenzregion liegt in der Kommunikationsgrundlage, die nur auf der Ebene einer angemessenen Betreuung beim Erlernen der Sprache des Nachbarlandes entwickelt werden kann.

Dank des Kooperationsprogramms Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern / Brandenburg / Polen konnte die Umsetzung des Projekts durch die Europäische Union aus Mitteln des Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert werden.

Eine der Aufgaben im Projekt ist die Herausgabe und Digitalisierung von 1.000 Exemplaren a´100 Seiten für Vorschul- und frühkindliche Erziehung in der polnischen Sprache für den deutschen  Projektpartner und 1.000 Exemplare a´100 Seiten für Vorschul- und frühkindliche Erziehung in der deutschen Sprache für die polnischen Projektpartner. Diese Materialsammlung wird als die Unterstützung der deutschen und polnischen sprachlichen Vorschul- und Früherziehung für deutsche und polnische Kindergärten und Schulen dienen. Neben der Unterstützung des Erlernens der Sprache des Nachbarlandes wird diese Sammlung auch Themen im Zusammenhang mit der Region umfassen.

Im Ergebnis einer Ausschreibung zur Jahreswende 2019/2020 wurde die Stettiner Universität mit dieser Aufgabe und ihrem Management beauftragt. Zu Beginn des Jahres begann das Hospitieren in den Bildungseinrichtungen der Projektpartner und die Vorbereitung von methodischen und didaktischen Workshops für LehrerInnen im Projekt.

Leider mussten aufgrund der Ankündigung der globalen Coronavirus-Pandemie und der damit verbundenen sozialen Isolation die ortsgebundenen Aktivitäten eingestellt werden. Aufgrund der Einschränkungen durch die deutsch-polnischen Regelungen wurde auch die Form der Durchführung der Workshops neu definiert und entsprechend angepasst. Da keine Möglichkeit bestand, die Aufgabe in direkter Form zu erfüllen, mussten die Organisatoren methodische und didaktische Workshops in einer Online-Form anbieten.

Trotz der sich häufenden Herausforderungen war es möglich, die Arbeit im Projekt in der neuen Form fortzusetzen, ein Autorenteam zusammenzustellen und die ersten Workshops durchzuführen.

Dr. Dorota Orsson
Koordinator der Arbeitsgruppe
Universität Stettin

Frühkindliche Sprachvermittlung. Deutsch bzw. Polnisch als Fremdsprache

In der Endphase der Arbeiten, die mit der Realisierung des grenzüberschreitenden INT128-Projekts Frühkindliche Sprachvermittlung. Deutsch bzw. Polnisch als Fremdsprache verbunden sind, wurden von dem Expertenteam der Universität Stettin zahlreiche Treffen mit Vertretern der Projektpartner auf beiden Seiten der deutsch-polnischen Grenze durchgeführt.  Insgesamt fanden 46 Treffen des Expertenteams der Universität Stettin statt, wodurch eines der Hauptprodukte des INT128-Projekts um das Mehrfache gesteigert werden konnte.

Aufgrund der gültigen Einschränkungen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie wurden alle Treffen online durchgeführt. Diese Form der Meetings ermöglichte die Teilnahme aller Personen und die Anpassung an den individuellen Zeitplan der einzelnen Teilnehmer*innen.

Die vom Expertenteamteam der Universität Stettin organisierten Treffen (42) betrafen
die Arbeit an der Vorbereitung, Bearbeitung und Korrektur der Sprachübungen, die Organisation von Konsultationstreffen in Kindergärten und Schulen der Projektpartner (wo es den Experten ermöglicht wurde), bei denen die Übungen gemeinsam mit den Schülern*innen überprüft wurden, sowie die Teilnahme an den von den INT 128-Projektpartnern organisierten Evaluationstreffen (4) und Besprechungen mit dem Lead Partner, bei denen die ausgeführten Arbeiten freigegeben wurden.

Alle Verzögerungen bei der Umsetzung der Aufgabe wurden durch die Notwendigkeit der Organisation einer größeren Anzahl von Workshops und Treffen mit Vertretern der Projektpartner, zusätzliche Korrekturen, die aktuelle pandemiebedingte Lage mit der hohen Anzahl von Krankheitsfällen und damit die Unmöglichkeit der Umsetzung der Aufgabe in der Zeit und nach den zuvor geplanten Prinzipien verursacht.

Aktuell wurden die Materialien zum Druck eingereicht und es erfolgt das abschließende Korrekturlesen und die redaktionelle Bearbeitung auf  Basis des vom Lead Partner ausgewählten Layouts. Eine wichtige und für die Qualität der Materialsammlung vorteilhafte Änderung in der Umsetzung dieser Aufgabe ist die Tatsache, dass zusätzlich zum Ausdruck von 200 Seiten Übungen in deutscher und polnischer Sprache auch 200 Seiten methodisch-didaktischer Beschreibung erstellt wurden, die in jeder Materialsammlung in digitaler Form zur Verfügung stehen werden.

Die Endpräsentation und Übergabe der gedruckten Materialsammlungen in beiden Sprachen ist für den Zeitraum Juni/Juli 2021 geplant.

Sofern es die geltenden sanitär-epidemiologischen Vorschriften zulassen, ist im Juli 2021 eine feierliche Übergabe der Materialien an den Lead Partner im Sitz des Instituts für Sprachwissenschaft der Universität Stettin geplant.

Dr. Dorota Orsson
Koordinator der Arbeitsgruppe
Universität Stettin