Brand- und Katastrophenschutz

Das Projekt „Brand- und Katastrophenschutz“ wird durch die Europäische Union aus Mitteln des Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert

Projekt „Brand- und Katastrophenschutz“

Ein Schwerpunkt der Kooperationsprogramms Interreg VA ist die Zusammenarbeit im Bereich Brand- und Katastrophenschutz. Das zentrale Projektziel ist die Festigung und die Erweiterung der Zusammenarbeit der Feuerwehren zur Katastrophenabwehr in den Gebieten der Landkreise Uckermark, Gryfino und Wałcz. Dadurch soll eine besser koordinierte und grenzüberschreitende Reaktion auf Katastrophenfälle erreicht werden. Mit dem Projekt „Brand- und Katastrophenschutz“ werden zusätzliche Schritte unternommen die Katastrophenabwehr weiter zu erschließen um im Bedarfsfall über eine schlagkräftige Ausrüstung zur Schadensbekämpfung zu verfügen und um Katastrophen zu verhindern bzw. sie wirkungsvoll zu bekämpfen. Mit dem Projekt wird der Beitrag zur Stärkung der Region und zum Schutz der Bevölkerung geleistet. Das Projekt „Brand- und Katastrophenschutz“ soll Voraussetzungen schaffen, die das Leben in der Grenzregion sicherer machen und die Einsatzfähigkeit zur Gefahrenabwehr und Beseitigung von Schäden gewährleisten. Durch den Bau und den Betrieb des Brandhauses sollen Voraussetzungen geschaffen werden, die dazu geeignet sind, die gemeinsame Ausbildung der Einsatzkräfte aller am Projekt beteiligten Partner, zu ermöglichen. Durch die geplanten gemeinsamen Übungen zur Katastrophenabwehr und durch die Schulungen im Brandhaus lernen sich die Einsatzkräfte kennen und erhöhen Ihren Ausbildungsstand, um im Einsatzfall eine professionelle Katastrophenabwehr leisten zu können.

Informationen zu dem Projekt: „Brand- und Katastrophenschutz“:

• Unterzeichnung der Partnerschaftsvereinbarung am 10.10.2017

• Leadpartner: Amt Oder-Welse • Projektpartner: Amt Oder-Welse für Gemeinde Pinnow, Stadt Angermünde, Gemeinde Chojna, Gemeinde Nowogródek Pomorski, Gemeinde Tuczno

• Projekt beantragt am 17.10.2017 • Entscheidung des Begleitausschusses zur Förderung des Projektes während der Sitzung am 20-21.02.2018

• Fördervertrag unterschrieben am 21.01.2019

• Durchführungszeitraum bis zum 31.12.2021

• Gesamtbudget ca. 2.735.259,63 € – Fördersatz 85%

• Aktivitäten im Rahmen des Projektes: 

Anschaffung der Rettungsgeräte 

  • AOW: Hochwasserboot, Hochdruckreiniger, Löschgruppenfahrzeug für den Katastrophenschutz, Schlauchboot RTB 1 
  • AOW für Gemeinde Pinnow: Brandhaus 
  • Banie: Rettungsboot 
  • Chojna: 2 Feuerwehrauto mit Zubehör 
  • Nowogródek Pomorski: Rettungsboot , Spezielle Rettungsausrüstung Hochwasserschutz 
  • Tuczno: Rettungsboot, Rettungsauto für Einsätze, Spezialausrüstung 

Schulungen im Brandhaus 

  • Grenzüberschreitende Übungen zur Katastrophenabwehr 
  • Angermünde. Thema: Eisenbahnunfall Januar- Februar 2020 
  • Banie. Thema: Unfall am Wasser und Brand des Röhrichts/ Juli –Oktober 2020 
  • Amt Oder-Welse. Thema: Bekämpfung von Großflächenbrand/ August –Oktober 2020
  • Nowogródek Pomorski. Thema: Wasserrettung auf Karskie See/ September-Dezember 2020 
  • Chojna. Thema: Autounfall mit mehreren Autos und Brand im Lager, wo sich Obdachlose befinden/ September-November 2020 
  • Tuczno. Thema: Unfall der Angler auf dem Wasser/Oktober 2020 

Erarbeitung der Einsatzpläne für die gemeinsame Nutzung der Ausrüstung im Brand- und Katastrophenfall

Grenzüberschreitender Brand- und Katastrophenschutz gestartet

Interreg VA am Start: Das Amt Oder-Welse als Leadpartner des Kooperationsprojektes begrüßt Vertreter der Partnergemeinden aus den Landkreisen Uckermark, Gryfino, Myślibórz und Wałcz

Die Zusammenarbeit der deutschen und polnischen Feuerwehren soll intensiver werden. Dadurch wird eine besser koordinierte und grenzüberschreitende Reaktion auf Katastrophenfälle erreicht. Möglich wird das durch das Kooperationsprogramm Interreg VA. Interreg, oder wie es offiziell heißt, die „europäische territoriale Zusammenarbeit“, ist Teil der Struktur- und Investitionspolitik der Europäischen Union. Seit mehr als 20 Jahren werden damit grenzüberschreitende Kooperationen zwischen Regionen und Städten unterstützt, die das tägliche Leben betreffen, wie in diesem Fall den Brand- und Katastrophenschutz. Neben der Zusammenarbeit der Feuerwehren sollen mit Mitteln aus diesem Programm auch die Ausrüstungen verbessert werden. Bereits 2017 fanden sich die Projektpartner, das Amt Oder-Welse für die Gemeinde Pinnow, die Stadt Angermünde, die Gemeinden Chojna, Nowogródek Pomorski und Tuczno zusammen. Die geförderte Kooperation ist als Projekt zunächst bis Ende 2021 geplant und hat ein Gesamtbudget von 2,7 Millionen Euro. Konkrete geplante Aktivitäten sind die Anschaffung von zusätzlicher Ausrüstung für den Hochwasserschutz, wie etwa Rettungsboote, weitere Löschfahrzeuge für den Katastrophenfall und ein sogenanntes Brandhaus für das Training von Feuerwehrleuten mit einem Brandübungscontainer und der Möglichkeit für praxisnahe Schulungen. Der Stadtbrandmeister der Feuerwehr Angermünde, Jürgen Duckert, sieht darin erhebliche Vorteile. Diese Übungen kämen der Innenbrandbekämpfung unter realistischen Bedingungen sehr nahe, was besonders für noch unerfahrene Atemschutzgeräteträger sehr sinnvoll sei. Eine zentrale Ausbildung im Brandschutzcontainer in Pinnow verkürze auch die Wege zu den bisherigen Ausbildungsorten. Andrzey Bedzak, der Gemeindekommandant der Feuerwehr Chojna, hält eine gute Zusammenarbeit der Feuerwehren wegen der Grenznähe für sehr wichtig, da es oft zu grenzüberschreitenden Einsätzen komme. Seit 10 Jahren gibt es diese Zusammenarbeit, die Feuerwehrleute treffen sich häufig, um gemeinsame Übungen und Schulungen durchzuführen und auch mal Wettkämpfe auszutragen. Piotr Bartoszuk, der Vorsitzender der Feuerwehr Tuczno, freut sich auf die Zusammenarbeit mit allen Partnergemeinden bei den geplanten Übungen und der Ausbildung im Brandhaus. Tuczno bekommt ein neues Rettungsfahrzeug und ein Rettungsboot. Damit wird eine bessere und schnellere Hilfe für die Bürger möglich. Tuczno hat zur Zeit kein zeitgemässes Löschfahrzeug. Für das kommende Jahr sind mehrere grenzüberschreitende Übungen zur Katastrophenabwehr geplant, wie etwa ein Eisenbahnunglück in Angermünde, ein Unfall am Wasser, Uferbrand in Banie, ein Großflächenbrand im Amt Oder-Welse, eine Wasserrettung in Nowogródek Pomorski, ein Autounfall, ein Lagerbrand in Chojna und ein Anglerunfall in Tuczno. Innerhalb der Kooperation werden Einsatzpläne für die gemeinsame Nutzung der Ausrüstungen erarbeitet. Das Projekt „Brand- und Katastrophenschutz“ wird durch die Europäische Union aus Mitteln des Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert